Alternative Behandlung

Hodenkrebs – Alternative Behandlung

Nach dem doch nun beängstigenden Resultat der letzten Chemotherapie fuhren wir dann als gesamte Familie in den Schwarzwald zur Paracelsus Klinik nach Bad Liebenzell Unterlengenhardt, damit ich mich dort vorstellen konnte.

Wir blieben eine knappe Woche in der ich einige anthroposophische Anwendungen, Mistel Infusionen als auch lokale Hyperthermie bekommen habe. Dazu natürlich aufklärende Gespräche über die nun angestrebte Therapie die aus Ganzkörper-Hyperthermie, lokaler Hyperthermie, Mistelinfusionen als auch Mistel zu Hause subkutan beinhalten sollte. Weiterhin lernte ich meine Psycho-Onkologin in einem ersten langen Gespräch kennen.

Bei der Ganzkörper-Hyperthermie wird man unter Fieber gesetzt, damit das eigene Immunsystem gestärkt und in die Lage versetzt wird die Krebszellen selbstständig zu erkennen und abzutöten. Krebszellen mögen keine Hitze und werden dadurch zusätzlich geschwächt. Eine genaue detaillierte Beschreibung wie die Ganzkörper-Hyperthermie abläuft und auch Links zu einer fachmännischen Erläuterung der Hyperthermie beschreibe ich im allgemeinen Teil Alternative Krebsbehandlung.

Bei der lokalen Hyperthermie wird mittels eines Geräts die konkrete Stelle an der der Tumor sitzt unter Hitze gesetzt um den Tumor zu schwächen und Krebszellen sterben zu lassen, da wie oben schon beschrieben Krebszellen hohe Temperaturen nicht mögen und vertragen. Eine genauere detaillierte Beschreibung als auch Links zu fachmännische Erklärungen findet ihr HIER.

Misteltherapie
Alternative Behandlung – Misteltherapie

Die Mistel soll ebenfalls das eigene Immunsystem stärken und anregen, damit es besser gewappnet ist die Krebszellen zu erkennen und auszusortieren. Wenn ich im Krankenhaus war, bekam ich die Mistel über die Vene als Infusion. Zu Hause spritzte ich mir alle 2 Tage eine Portion Mistel in den Bauch. Davor muss man keine Angst haben da die Nadeln sehr dünn und kurz sind. Man gewöhnt sich sehr schnell daran auch wenn man vorher nichts mit Spritzen zu tun hatte.

 

Mit der Krankenkasse musste ich allerdings ca. 1 Jahr lang kämpfen bis ich die Mistel endlich auf Rezept bekommen habe. Wenn man schulmedizinisch versorgt wurde und dies nicht zum Erfolg geführt hat, dann muss wohl jede Kasse das übernehmen. Ansonsten ist die Übernahme je Kasse unterschiedlich. Der Onkologe kann die Mistel auf jeden Fall auf ein Kassenrezept aufschreiben wenn er denn will. Wollte er bei mir zunächst jedoch nicht. Bzgl. der Krankenhauskosten ist es auch jetzt noch ein Streit zwischen Krankenkasse und Krankenhaus. Dies ist sehr ärgerlich, aber finanziell selber betroffen bin ich dadurch nicht, da das Krankenhaus mich weiter aufnimmt. Allerdings macht dies natürlich kein gutes Gefühl und ich werde auch bald persönlich bei der Krankenkasse mich vorstellen wo das Problem liegt.

Nachdem wir nun das erste Mal dort waren und wieder nach Hause fuhren waren wir alle vom Krankenhaus total angetan. Dort haben die Pfleger/innen noch wirklich Zeit für den Patienten und kümmern sich sehr gut um einen. Ich musste nun monatlich jeweils für eine Woche dorthin um in der Woche 2mal die Ganzkörper-Hyperthermie, als auch lokale Hyperthermie wie auch Mistel durchzuführen.

Nach 2 Aufenthalten wurde dann ein Kontroll-CT des Thorax-Bereichs durchgeführt. Die Spannung war natürlich sehr groß ob die Therapie die mir psychologisch als auch körperlich sehr gut tat auch bzgl. der Tumorgröße etwas bringen würde.
Das Ergebnis war: Keine Größenveränderung.
Immerhin war er nicht weiter gewachsen in den nun knapp 3 Monaten seitdem ich das letzte CT hatte machen lassen. Das war schon einmal ein Anfang.

Weiterhin fuhr ich monatlich in den Schwarzwald. In der Zwischenzeit ging ich ganz normal arbeiten.
Nach weiteren 2 Aufenthalten in der Klinik wieder Kontroll-CT. Der Tumor war kleiner geworden. Der Optimismus wurde groß, dass man den Krebs doch besiegen könnte. Meine Psycho-Onkologin bei der ich jeweils einen Termin bei meinen Besuchen in der Klinik hatte gab mir praktische Tipps und Anwendungen für zu Hause, damit ich meine Selbstheilungskräfte stärken kann. HIER gehe ich detailliert auf diese Übungen ein, die denke ich jeder machen kann. Dies ersetzt keinen Besuch beim Psycho-Onkologen, aber es soll auf die schnelle ein Hinweis für jeden sein.

Weitere 2 Monate vergingen und ich war monatlich anwesend. Wieder Kontroll-CT und der Tumor war noch kleiner geworden. Besser konnte es nicht laufen. Zu diesem Zeitpunkt teilte mir dann der Arzt mit, dass ich nun allerdings nur noch alle 3 Monate kommen sollte, da die Fiebertherapie auf Dauer monatlich zu heftig für den Körper sei. Also nur noch alle 3 Monate nach Bad Liebenzell.
Weitere 6 Monate vergingen bis es wieder zu einem Kontroll-CT-Termin kam. Der Tumor war nun tot und vernarbt. Besser konnte das Ergebnis des CT nicht sein. Mein Tumormarker war allerdings immer noch leicht erhöht (der AFP Wert) aber stabil.

So ging es dann weiter und es wurden im Grunde nur weiterhin die Tumormarker kontrolliert und alle 3 Monate auch ein Ultraschall des Bauchraums gemacht. Die Tumormarker fallen ganz langsam bei jedem Aufenthalt den ich weiterhin im Schwarzwald in der Paracelsus Klinik habe. Sie sind jedoch weiterhin leicht erhöht.

Seit nun mehr zweieinhalb Jahren fahre ich alle 3 Monate für eine Woche in die Klinik und mache weiterhin die Therapie damit mein Immunsystem so stark wie nur möglich ist um den Krebs weiterhin in Schach halten zu können. Tumormarker sind weiterhin leicht über den Normbereich. Solange diese aber eine fallende Tendenz haben, wird auf Grund der Strahlenbelastung kein weiteres CT gemacht.

Der Aufenthalt in der Klinik ist in keinsterweise zu vergleichen mit einem Krankenhausaufenthalt in einem normalen Krankenhaus. Ich fahre sehr gerne dorthin, da es dort sehr familiär zu geht und ich inzwischen sehr viele Menschen lieb gewonnen habe.
Im Vergleich zur Chemotherapie ist diese alternative Behandlung leicht zu ertragen auch wenn die Fiebertage natürlich sehr anstrengend sind.

Ich bin heilfroh dass mir diese Klinik und diese Therapieform empfohlen wurden. Durch googeln wäre ich nie darauf gekommen, da ich nicht einschätzen konnte ob diese Therapieform seriös ist. Selbst auf einigen seriösen Seiten wird die Therapie als nicht sicher dargestellt. Finde ich absolut heftig und nicht nachvollziehbar, da sie mir so wunderbar geholfen hat.

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5. Juni 2017 web29299365